Der Prepping ein Jahresplan – Monat 2

Monat 2

“Bereite den Regenschirm vor bevor es regnet.”
-Malayisches Sprichwort

In diesem Monat wirst du weiter damit fortfahren Vorräte und Material zu bevorraten.
Du solltest bereits einen Platz haben an dem du alles lagern kannst. Falls nicht, dann wird es langsam Zeit einen Platz dafür zu suchen.
Deine Vorräte werden schnell mehr werden und dafür brauchst du Platz.

Hast du schon mit deiner Inventarliste angefangen? Vergiss nicht diese Liste jedes Mal zu aktualisieren, wenn du neue Vorräte einlagerst.


72 Stunden Notfall Rucksack

Diesen Monat kommt noch Wasser zu deinem 72h Notfallrucksack. Am besten nutzt du kleine Wasserflaschen zwischen 0,5 und 1 Liter. Diese könne leicht im Rucksack verstaut werden.
Außerdem solltest du noch Kopien von allen wichtigen Dokumenten machen und ebenfalls in deinen 72h Notfallrucksack packen. Bargeld kommt auch wieder dazu.

In diesem Monat benötigst du folgendes:

  • 4 Liter Wasser pro Person
  • 50 Euro in bar. Wenn du keine 50 Euro entbehren kannst, dann wenigstens so viel wie möglich
  • Kopien der wichtigsten Dokumente und/oder scanns auf einem USB Stick

Bei den Kopien sollten unter anderem dabei sein: Ausweise, Geburtsurkunden, Heiratsurkunden, Fahrzeugschein, Versicherungsscheine, Testamente und Patientenverfügungen, Mietverträge etc. etc.

Die Kopien können in wiederverschließbaren Plastiktüten aufbewahrt werden. Das schützt sie vor Schäden durch Feuchtigkeit, wenn du Unterwegs den Elementen ausgesetzt bist.
Speichere auch gescannte Kopien als PDF Datei auf einem USB Stick oder einer Speicherkarte.

Bei einem Notfall kannst du nicht immer davon ausgehen, dass die Stromversorgung gewährleistet ist, dafür sind die Kopien in Papierform gedacht.
Einfacher sind da natürlich die Kopien auf dem USB Stick oder der Speicherkarte, wenn es keinen längerfristigen Stromausfall gibt.

Packe alle diese Dinge in die Rucksäcke. 4 Liter Wasser sollte jeder Jugendliche oder Erwachsene tragen können. Die Dokumente gehören in den Rucksack eines Erwachsenen.

 

Langzeitvorrat

Diesen Monat konzentrieren wir uns auf Nudeln und Mehl. Für jede Person in deinem Haushalt benötigst du:

  • 10 Kilo Nudeln und/oder Mehl pro Person für 3 Monate
  • 50 Kilo p.P. für 12 Monate

Du kannst normales Mehl kaufen und in lebensmittelechten Plastikbehältern luftdicht lagern. Denke aber daran, das Mehl schlecht werden kann und auch anfällig ist für Schädliche (wie z.B. den Rüsselkäfer).
Eine Möglichkeit, die Lebensdauer des Mehls zu verlängern ist Lorbeerblätter auf das Mehl zu legen. Das Lorbeerblatt hält Schädlinge fern.

Eine andere Möglichkeit ist Getreide anstatt gemahlenes Mehl zu lagern.
Weizen, zum Beispiel, kann man mehr als 30 Jahre lang lagern. Du musst also nur einmal einkaufen für die nächsten 30 Jahre.
Aber wenn du Getreide lagerst brauchst du auch eine Möglichkeit das Getreide zu mahlen.

Hierfür eignet sich eine Handgetreidemühle wie diese beiden hier.


Spare hier nicht am falschen Ende. Wenn du kiloweise Getreide ohne Strom malen musst, dann willst du ganz sicher nicht darüber ärgern müssen, dass du das billigste Modell genommen hast.
Aber auch das ist natürlich immer noch besser als nichts.
Es ist okay, eine elektrische Mühle zu haben, aber in einer Situation, in der es keinen Strom gibt, brauchst du auch eine, die du mit der Hand kurbeln kannst, um Mehl zu mahlen.

Du solltest auch mehrmals und regelmäßig üben Mehl zu mahlen, damit du weißt auf was du achten musst.

Getrocknete Nudeln können für mehrere Jahre in einer ungeöffneten Verpackung gelagert werden. Um die Haltbarkeit zu verlängern, lagere die Nudeln in luftdichten Behältern.


Unterkunft und Sicherheit

Diesen Monat stellst du dir ein Nähset für deinen Vorrat zusammen.
Dazu gehören Faden, Nadeln, Knöpfe, Scheren, Reißverschlüsse, Klettverschluss und Stoffflicken.
Du kannst dein Nähset in einem kleinen Plastik- oder Metallbehälter aufbewahren und zu deinen anderen Vorräten legen.
Du wirst froh sein, wenn du so etwas hast, wenn das Geld knapp wird oder Läden geschlossen haben.

         

€ Spartipp

 Denk daran, dass alles, was du in deinem 72h Notfallrucksack hast, auch für deinen Langzeitvorrat genutzt werden kann.
Zum Beispiel: Letzten Monat hast du unter anderem auch einen Eimer hinzugefügt. Dieser Eimer kann als auch “Sanitäreinrichtung“ genutzt werden.
Einfach eine Mülltüte rein, sein Geschäft verrichten, Mülltüte wieder rausnehmen und entsorgen.

Wenn du also im letzten Monat alles besorgt hast, dann hast du schon mal ein primitives Sanitärsystem.


Vorbereitungsziel in diesem Monat

Diesen Monat ist es Zeit an deinen Fähigkeiten zu arbeiten. Lerne etwas über das Anlegen eines Gartens und die Anzucht von Samen.
Dein Garten wird (wenn überhaupt vorhanden) nicht groß genug sein um von den Erträgen zu leben, aber selbstangebautes Obst und Gemüse ist auf jeden Fall eine gesunde und nahrhafte Ergänzung.
Auch wenn du in einer Wohnung wohnst, kannst du in Blumenkästen, auf dem Balkon oder auf dem Fensterbrett, verschiedene Pflanzen aufziehen.
Ein Garten mit Obst und Gemüse hilft dir Geld zu sparen und du kannst immer wieder frisches und gesundes Essen genießen.

Mit einem Garten kannst du Fähigkeiten trainieren, die du im schlimmsten Notfall garantiert gebrauchen kannst.
Außerdem spart dir ein Garten langfristig viel Geld, wenn du auch lernst, wie du dein selbstangebautes Obst oder Gemüse haltbar machen und lagern kannst.

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Hier gehts zum Monat 3

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