Dossennahrung – Der einfachste Vorrat

Wenn man die Listen zur Vorratshaltung sieht, kann man ,gerade als Anfänger, schon mal leicht ins verzweifeln kommen.
Wie soll man denn bitte diese riesige Menge an Lebensmittel ranschaffen um auch nur 1 Monat ohne einkaufen klar zu kommen und nicht zum Kannibalen zu werden?!
Deswegen bieten sich die diversen Dosennahrungen an, die gerade den Einstieg ins Prepping extrem erleichtern.

Man kann beim Einkaufen einfach jedes Mal eine Dose mit Fertigfutter extra einpacken und schafft sich so nach und nach einen kleinen Vorrat an.
Dosengerichte sind auch öfter mal im Angebot und man sollte dann auch direkt mal zuschlagen und mehrere Dosen kaufen.

Dosen haben viele Vorteile. Sie sind leicht zu lagern (z.B. unter dem Bett) und sehr lange haltbar und man kann sie auch ohne aufzuwärmen essen. Dazu enthalten Sie auch noch viel Flüssigkeit, was auch sehr wichtig ist.
Die Lagerdauer ist theoretisch unbegrenzt und nicht auf das aufgedruckte Haltbarkeitsdatum beschränkt.. Man sollte aber sehr darauf achten, dass die Dosen beim Einlagern auch unbeschädigt sind und keine Dellen haben. Sobald die Dosen etwas aufgebläht (bombiert) sind, musst du sie auf jeden Fall entsorgen, denn dann ist der Inhalt bereits vergammelt.

Klar findet man in den Fertiggerichten aus der Dose keine vollwertigen Mahlzeiten. Aber man erhält Kohlenhydrate, Protein und einige Mineralstoffe. Das hält einen zumindest satt und am Leben.
Wie viele Dosen braucht man um wenigsten einen Monat zu überstehen? Bisher dachte ich immer, dass zwei Dosen pro Tag und Person ausreichen. Eine Dose soll ja schließlich eine Mahlzeit sein.
Ich habe mir für diesen Artikel aber zum ersten Mal richtig die Nährwerte auf den Dosen durchgelesen und hatte mich doch gewundert.

Ein durchschnittlicher Erwachsener hat einen Grundumsatz (in Ruhe) von ca 2000 kcal. Der Bedarf sollte also mindestens gedeckt werden. Wenn man sich dann noch körperlich betätigt, kann der Bedarf, je nach Tätigkeit und Person, nochmal stark nach oben gehen.
Aber gehen wir erstmal von 2000 kcal aus. Das reicht erstmal um nicht zu verhungern.

Ich habe mir als Beispiel eine Dose Hühner-Nudeltopf und eine Dose Ravioli Bolognese rausgesucht.
Beide Dosen enthalten 800g. Hier die Vergleichstabelle:

Durchschn. Nährwerte pro Dose Hühner Nudeltopf Ravioli Bolognese
Brennwert 440 kcal 776 kcal
Eiweiß 20 g 32g
Kohlenhydrate 43,2 g 108 g
Fett 20 g 22,4 g

Man sieht, dass die Nährwerte bei den Ravioli um einiges besser sind. Ist ja eigentlich auch klar, denn die Ravioli enthalten hauptsächlich Nudeln und Fleisch, während der Hühner-Nudeltopf hauptsächlich aus Wasser besteht.
Wenn man jetzt mal ausrechnet wie viele Dosen man essen muss um auf wenigstens 2000 kcal zu kommen, dann sind das beim Nudeltopf schon rund 5 Dosen und bei den Ravioli 3 Dosen.

 

Das ist schon ein großer Unterschied, wenn man überlegt, was man da einlagern muss. Bei einem 30 Tages-Vorrat ist das ein Unterschied von 60 Dosen (150 Dosen Hühner-Nudeltopf, 90 Dosen Raviloi). Und das nur für eine Person!
Deswegen kaufe ich jetzt vorwiegend Ravioli, Reistopf u.ä. für meinen Dosenvorrat und weniger Suppen.

Fazit:
Dosengerichte sind ein sehr leichter Einstieg ins Preppen und eine gute Ergänzung zum “normalen” Vorrat. Sie sind lange haltbar, leicht zu lagern, können kalt verzehrt werden und man könnte sie auch als Tauschmittel verwenden.
Allerdings kann man nicht längerfristig von ihnen leben, da sie keine Vitamine enthalten. Um den Körper aber am laufen zu halten, sind sie im Notfall gut geeignet.

 

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