Finanzielle Vorsorge

Für mich der wichtigste Grundpfeiler des Preppings ist die finanzielle Vorsorge. Haufenweise Nahrungsvorräte sind super aber wenn man seine Miete oder seinen anderen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, kann es sehr schnell, sehr ungemütlich werden auch, wenn es kein Crash oder eine landes- oder weltweite Krise gibt.
Arbeitslosigkeit, Krankheit oder sogar ein wirtschaftlicher Kollaps können einen schneller treffen als man denkt.
Ich selbst habe mich daher mehrfach abgesichert. Und zwar mit einem Sparkonto, Bargeld, Wertpapieren sowie natürlich Gold und Silber.

Tagesgeldkonten

Um sich finanziell abzusichern empfehle ich, dass man im besten Fall die Ausgaben für 6 Monate auf einem Tagesgeldkonto zu haben. Das ist natürlich viel Geld und das kann man bestimmt nicht auf einmal einfach so weglegen.
Starte einfach damit 10% von deinem monatlichen Einkommen per Dauerauftrag automatisch auf das Tagesgeldkonto zu überweisen. Am besten direkt nach dem Geldeingang und nicht erst am Ende des Monats, denn wir oft kommt es vor, dass du am Ende des Monats nichts mehr auf dem Konto hast?!

Die meisten Menschen meinen, dass sie nicht sparen können, weil sie dafür nicht genug Geld verdienen und alles was reinkommt für das „Nötigste“ gebraucht wird.
Ob das wirklich so ist?! Das kriegst du am besten mit einem Haushaltsplan, bzw. einem Haushaltsbuch raus, in dem du alle Einnahmen und Ausgaben erfasst.

Ich selbst spare mittlerweile auf zwei Tagesgeldkonten. Nicht weil eines schon voll ist sondern, weil jedes Konto einen bestimmten Zweck erfüllt.

Tagesgeldkonto Nr. 1 soll die Ausgaben für 6 Monate decken können. Das wären mindestens 10.000 Euro. Dieses Geld ist für den Fall gedacht, dass ich meinen Job verlieren oder andere unvorhergesehene große Ausgaben auf mich zu kommen (Totalschaden am Auto, Kühlschrank kaputt o.ä).
Mit diesem Notgroschen hat man gleich weniger Sorgen, falls mal was passiert und es ist ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass man noch so viel Geld in der Hinterhand hat.

Wenn mal Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld oder andere größere „Geldgeschenke“ kommen, gehen dann mindestens 50% davon auf das Tageskonto Nr.1 und zwar so lange bis der gewünschte Sparbetrag erreicht ist.

Tagesgeldkonto Nr. 2 ist für größere Konsumausgaben, wie Geburtstage, Urlaub und solche Dinge.
Auf beide Konten geht jeden Monat ein fester Betrag per Dauerauftrag ein.

 

Bargeld

Zypern und Griechenland haben gezeigt, wie schnell es passieren kann, dass man am Geldautomat kein Geld mehr abheben kann.
Herr Schäuble hat dies sogar als „Blaupause“ bezeichnet und sogar gesagt, dass die Schließung von Banken, wenn es denn dazu kommt, an einem Wochenende beschlossen werden würde.
So könnten die Bürger sich nicht darauf vorbereiten und schnell noch ihr gesamtes Geld abheben.

Genau deswegen sollte man sich nicht auf die Regierung verlassen und auch ausreichend Bargeld in nicht zu großen Scheinen zu Hause haben. Ausreichend ist hier natürlich relativ. Ich empfehle das man möglichst soviel Bargeld zu Hause haben sollten, dass man die Kosten für 3 Monate decken kann.

 

Gold und Silber

Die Klassiker beim Preppen … als Wertanlage oder zum Tauschen.

Gold ist seit Jahrtausenden als wertstabil und damit zur Vermögenssicherung, Schmuckmetall und Statussymbol weltweit geschätzt und beliebt.
Über Jahrzehnte waren die wichtigsten Währungen durch Gold gedeckt. Seit einigen Jahren kaufen sogar die Zentralbanken wieder Gold und erweitern ihre Goldbestände als Währungsreserven.
Im Gegensatz zu Papiergeld besitzt Gold kein Ausfallrisiko. Das macht Gold auch für Prepper interessant.

Silber ist ein Industriemetall. Dieser Fakt wird den Wert von Silber nicht nur stabil halten sondern in den nächsten Jahren sogar noch erhöhen. Weiterhin war Silber über Jahrhunderte das Tauschmittel Nr. 1. Dies wird auch nach einer Krise der Fall sein!

Ich habe vor allem 1oz Silbermünzen und Gold in kleinen Stückelungen. Von 1 Gramm Goldbarren und 1/10 sowie 1/20 Unze Goldmünzen.
Wenn man Gold nicht nur zum Tausch nach einer Krise, sondern auch zur Vermögenssicherung kaufen möchten, dann empfehlen sich natürlich größere Stückelungen.

Hier muss man dann selbst entscheiden was man möchte und entsprechen diversifizieren, d.h. sein Vermögen aufteilen.

 

Wertpapiere, Aktien, ETF

Mit Sparen allein kommt man aber nicht wirklich weiter und sich nur auf eine bestimmte Währung zu verlassen ist auch nicht sehr schlau. Deswegen sollte auch jeder Mensch, der etwas Langfristiges für seine Finanzen und die spätere Rente machen will, auch investieren.
Hierfür habe ich einen Aktiensparplan auf den monatlich ein fester Betrag eingezahlt wird.

“Aber Aktien sind doch so unsicher!“
Klar geht der Kurs mal hoch und mal runter aber langfristig steigen Aktien immer. Und das im Durchschnitt um 8%. Aktien sind auch wesentlich wertstabiler als Bargeld oder das Geld auf deinem Konto. Aktien haben zwei Weltkriege überstanden, während die Häuser zerstört und das Bargeld nichts mehr wert war.

Gerade wenn man sich auch auf die zukünftige Rente (die wohl kaum noch zum Leben wird) vorbereitet, gibt es nicht besseres als Wertpapiere.

Bei meinem Wertpapiersparplan investiere ich in ETF als auch in Einzelaktien. Welche Aktien genau möchte ich an dieser Stelle nicht nennen, da ich auf keinen Fall irgendwelche Aktienempfehlungen geben möchte.

Da kann sich jeder selbst schlau machen und die für sich besten Aktien finden. So schwer oder kompliziert ist es gar nicht, wenn man sich mal damit beschäftigt. Gerade bei Youtube findet man super Videos zu diesen Themen.
Im Übrigen muss man auch nicht ständig nach den Börsenkursen gucken. Wenn der Sparplan einmal läuft, dann lässt man ihn auch am besten in Ruhe laufen. So hat man wenig Arbeit und es kommt trotzdem gut was bei rum.

Ich habe mein Depot und meine Konten bei der comdirect. Die Konto- und Depotführung ist hier kostenfrei und man kann monatliche Wertpapiersparpläne schon ab 25 Euro abschließen.
Wenn man keine Filialbank braucht, dann kann ich comdirect auf jeden Fall empfehlen.



Schlussbemerkung

Es mag anfangs überwältigend erscheinen, wenn man die Beträge sieht, die für eine ordentliche finanzielle Vorsorge nötig sind. Man sollte sich davon aber nicht abhalten lassen, sondern stattdessen seine Finanzen erstmal überprüfen, gucken was man sparen und investieren kann und dann erstmal mit kleinen Beträgen anfangen.
Das Minimum von 25 Euro, für einen Wertpapiersparplan, sind bei 95% der Menschen garantiert drin, wenn Sie mal wirklich über ihre Finanzen nachdenken.

Auch kleine Beträge machen Sinn und das Wichtigste ist sowie, dass man überhaupt erstmal anfängt sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen!

 

 

One Comment on “Finanzielle Vorsorge

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