Prepper Basics – Wasser- und Lebensmittelvorrat

Das A und O eines Preppers ist der eigene Lebensmittelvorrat. Selbst bei einer kurzen Krise sind die Supermärkte schnell leer geplündert und es gibt keine Möglichkeit mehr sich mit Lebensmitteln einzudecken. Deswegen ist es wichtig, dass du genügend Lebensmittel zu Hause hast um eine Krise zu überstehen.

Das BBK (Bundessamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) empfiehlt einen Lebensmittelvorrat von 14 Tagen. Das ist ein guter Anfang und bei kleineren Katastrophen auch okay. Wenn die Kacke aber wirklich am Dampfen ist und es zu einem längerfristigen Crash kommt, dann reichen 2 Wochen aber nicht aus.

Ich persönlich plane einen Jahresvorrat. Damit sollte man die meisten Krisen überstehen können und auch wenn die Zivilisation komplett zusammengebrochen ist, hat man einen ausreichenden Vorrat für den Wideraufbau.

Die Mengen, die ich angeben werde, werden immer Monatsmengen sein. Diese Mengen sind dann noch einfach zu erfassen und erschlagen einen nicht gleich, wenn man sie sieht.
Man kann sich die Mengen ja dann auch einfach auf 12 Monate hochrechnen.
Überlege selber was für dich und deine Familie sinn macht und was du vielleicht ergänzen oder weglassen kannst. Gerade bei den Mengenangaben ist das wichtig, da jeder Mensch anders ist und nur du deine Bedürfnisse kennst.

“Hinweise für die Vorratshaltung

Ein Mensch kann unter Umständen drei Wochen ohne Nahrung auskommen, aber nur vier Tage ohne Flüssigkeit.

  • Halten Sie pro Person ca. 14 Liter Flüssigkeit je Woche vorrätig.
  • Geeignete Getränke sind Mineralwasser, Fruchtsäfte, länger lagerfähige Getränke.
  • Keine Experimente. Halten Sie vor allem Lebensmittel und Getränke vorrätig, die Sie und Ihre Familie auch normalerweise nutzen.
  • Strom weg? Achten Sie darauf, dass Esswaren auch ohne Kühlung länger gelagert werden können und ein Großteil Ihres Vorrats auch kalt gegessen werden kann.
  • Alle Lebensmittel sollten ohne Kühlung längerfristig haltbar sein. Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum. Beschriften Sie Lebensmittel ohne Kennzeichnung mit dem Einkaufsdatum.
  • Sie sollten Lebensmittel kühl, trocken und dunkel aufbewahren. Achten Sie auf luftdichte Verpackung.
  • Neu gekaufte Vorräte gehören nach „hinten“ ins Regal. Brauchen Sie die älteren Lebensmittel zuerst auf.
  • Tiefgekühlte Lebensmittel zählen auch zum Notvorrat. Sie lassen sich bei einem Stromausfall problemlos verbrauchen. Frieren Sie einmal aufgetaute Lebensmittel nicht wieder ein.
  • Kochen ohne Strom und Gas? Im Handel gibt es viele Alternativen wie Campingkocher etc.
  • Denken Sie bei der Vorratshaltung auch an Spezialkost – z. B. für Diabetiker, Allergiker oder Babys.
  • Haben Sie Haustiere? Decken Sie deren Bedarf ab!”

(Quelle: https://www.bbk.bund.de)

Wasser

Wasser kommt aus der Wand. So denken wohl die meisten Menschen. Aber bei einem längerfristigen Stromausfall werden auch die Wasserpumpen nicht mehr funktionieren und es kommt dann plötzlich kein Wasser mehr aus der Wand. 😉

Wasser sollte auf deiner Vorratsliste daher ganz oben stehen, denn Wasser ist das wichtigste Lebensmittel überhaupt. Es wird im empfohlen mindestens 2,5 Liter Wasser pro Tag zu trinken und das sollte sich auch in deinem Wasservorrat widerspiegeln.
Plane mindestens 2 Liter Wasser (1,5 Liter zum trinken und 0,5 Liter zur Nahrungszubereitung) pro Tag und Person für deinen Vorrat.

Bei einer Familie mit zwei Kindern sind das schon 56 Liter Wasser pro Woche. Das ist schon eine ganze Menge. Hier ist noch kein Wasser für die persönliche Hygiene mit eingerechnet.

Das einfachste um überhaupt erstmal einen Wasservorrat zu haben ist, sich erstmal ein paar Kästen Wasser zu kaufen und sich in die Wohnung zu stellen. Am besten nimmt man Glasflaschen, da diese keine (möglicherweise) gefährlichen Inhaltsstoffe an das Wasser abgeben.
Wasser in Flaschen ist zur Zeit sehr günstig zu haben und somit ein guter Start um mit dem Prepping anzufangen und sich nicht gleich ein riesen Loch in die Haushaltskasse zu reißen.

Wenn dein erster Vorrat erstmal steht und du auch noch Platz in der Wohnung (oder woanders) hast, dann kannst du dir ein paar Wasserkanister zulegen und befüllen.
Ich empfehle dir maximal 20 Liter große Kanister zu nehmen, da du diese auch noch einigermaßen gut tragen kannst. Alles was größer ist, wird einfach zu schwer.

Denke daran das Wasser nicht ewig haltbar ist und du deshalb deinen Vorrat regelmäßig austauschst.

Da in einer Krise deine Wasservorräte nicht ewig halten werden, brauchst du natürlich auch noch Wasserfilter um deine Wasservorräte mit sauberem Trinkwasser aufzufüllen.
Bewährt haben sich Wasserfilter von Katadyn, die ich selbst auch besitze. Außerdem empfehle ich dir noch Wasserreinigungstabletten sowie Mittel um das Wasser zu konservieren.

Wenn die Krise plötzlich losgeht, fülle sofort deine Badewanne und alle anderen möglichen Gefäße in deinem Haushalt. Allein mit der Badewanne hast du so schon mal ca. 160 Liter Wasser mehr.
Wichtig ist, dass du die Badewanne nach dem Befüllen abdeckst (z.B. mit Frischhaltefolie) um das Wasser vor Verunreinigung zu schützen.

Lebensmittel

Genau wie beim Wasser, denken die meisten Menschen, dass es in unserer Überflussgesellschaft nie zu einem Mangel kommen kann und der Vorrat der Supermärkte unerschöpflich ist.
Es reicht aber schon ein einziger Tag aus an dem keine Lkw Lieferung kommt und das Angebot im Supermarkt nimmt spürbar ab. Nicht auszudenken was passiert, wenn mal eine Woche lang keine Lieferung mehr kommt. Deswegen ist der eigene Vorrat so wichtig.

Über den Lebensmittelvorrat könnte man ganze Bücher schreiben. Es gibt im Netz tausende mögliche Vorschläge für deinen Vorrat.

Ganz weit oben ist da der Vorrat der Mormonen. Dieser besteht aus 170kg Weizen, 45kg Zucker oder Honig, 45kg Magermilchpulver und 6kg Salz pro Jahr und Person. Theoretisch kann man damit überleben. Aber praktisch?! Mir wäre das zu eintönig.

Wenn du auch gerade erst mit dem Prepping startest ist es das einfachste, wenn du erstmal mit Fertigsuppen aus der Dose anfängst.
Einfach bei jedem Einkauf 2 Dosen (oder mehr) mit einpacken und so hast du nach und nach einen kleinen Notvorrat an Dosenfutter zu Hause.

Der Vorteil bei Dosennahrung ist, dass du das Essen nicht mal warm machen musst. Du kannst es direkt aus der Dose löffeln (wichtig bei einem Stromausfall).
Stell dir 30 Dosen zu Hause hin (oder pack sie unter das Bett) und du hast schon mal eine kleine Sorge weniger und hast schon mal für einen Monat was zu essen (sofern du alleine bist).

Generell ist alles was in Dosen ist sehr viele Jahre haltbar, auch wenn etwas anderes auf den Dosen steht. Die Industrie ist verpflichtet ein Mindesthaltbarkeitsdatum anzugeben. Aber so lange die Dosen unbeschädigt sind, kann der Inhalt verzehrt werden.

Die Dosensuppen reichen natürlich nicht aus.
Überlege dir was du normalerweise so isst und was davon lange haltbar ist. Kaufe dann erstmal diese Dinge, denn es würde nichts bringen, wenn du einen Haufen Lebensmittel zu Hause hast, die du sonst die isst und vielleicht gar nicht magst.

Folgend eine Liste für den Lebensmittelvorrat, die du gern für deine Vorbereitung benutzen kannst. Mit den Lebensmitteln dieser Liste hast du zumindest erstmal einen Grundvorrat mit dem du anfangen kannst.

Download: Vorratsliste City Prepper

Eine gute Anlaufstelle für spezielle Lebensmittel, Wasseraufbereitung  und verschiedenste Ausrüstung für deine Vorsorge findest du unter www.Krisenpakete.de.

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