Prepper Fitness 1: Bist du körperlich fit genug um eine Krise zu überstehen?

Wann bist du das letzte Mal mehr als 2km zu Fuß gelaufen? Wann warst du das letzte Mal mit einem Rucksack, der mit 20 kg Ausrüstung gefüllt war, unterwegs?
Wenn du dich auf eine Krise vorbereitest, aber kaum eine Treppe hoch kommst, kannst du dich nicht als vorbereitet bezeichnen.

Viel zu oft sehe ich Prepper die sich mit einem Haufen Ausrüstung und Vorräten eindecken aber körperlich kaum in der Lage sind ihren Fluchtrucksack auch nur 1 km weit tragen zu können und das auch noch nicht mal versucht haben.

Kannst du es?

Wenn du, ein Katastrophenszenario simulierst, indem du deinen Fluchtrucksack packst und 10 km weit gehst, kannst du das?
Wenn dein Stolz ja sagt aber deine tägliche Realität darin besteht, von einem Sitzplatz zum nächsten zu wechseln und nur auf Bildschirme zu starren, solltest du nochmal über deine Einstellung zum Preppen nachdenken.

Du kannst alle Überlebensausrüstungen der Welt haben, aber wenn du deinen Körper nicht darauf vorbereitet hast, physisch mit den Realitäten des Überlebens, einer langfristigen Krise oder eines Crashes umzugehen, wirst du nicht lange überleben.

Das Überleben ist brutal – Es wird eine Belastung für deinen Körper sein!

Wenn du dir ein gutes Bild vom Überleben in der realen Welt machen willst, sieh dir das Militär an.
Während des Trainings beschäftigt sie sich häufig mit Taktiken, Waffen und Ausrüstung.

Zwei der primären Ziele der Grundausbildung sind der Aufbau des menschlichen Körpers und die Abhärtung des Geistes. Seit Tausenden von Kriegsjahren weiß man, dass die Ausrüstung nur so gut ist wie der Soldat, der sie trägt.

Warum ist körperliche Fitness für einen Prepper so wichtig? Hier sind einige Dinge zu beachten:

  • Der Wille zum Überleben und die körperliche Fähigkeit, mit Stress umzugehen, werden Technologie und High-Tech Ausrüstung immer  schlagen.
  • Wenn es zu einer Krise kommt, wirst du gezwungen werden härter zu Arbeiten als du es je getan hast. Du kannst aber nicht innerhalb von Minuten vom Couchpotato zum Survivalprofi werden.
  • Deine Vorbereitung aufs Überleben unterscheiden sich kaum von der Vorbereitung eines Boxers auf seinen nächsten Kampf, den Bergsteiger auf seinen nächsten Everest oder den Soldaten auf den nächsten Krieg. Diese Menschen sitzen auch nicht einfach auf der Couch und warten ab.
  • Dein Leben und das Leben derer, die du liebst, hängen von deiner körperlichen Fitness und deiner Leistungsfähigkeit unter harten Krisenbedingungen ab.

Wie man in Form kommt, um langfristig zu überleben

“Du musst nicht schlank sein. Du musst nur stark sein” Sylvester Stallone

In diesem Artikel geht es nciht darum Gewicht zu verlieren oder im Spiegel gut auszusehen. Es geht um körperliche Fitness und dabei gibt es große Unterschieden.
Ich habe schon viele Leute getroffen die mehr Kilometer beim Wandern und Trekken zurücklegen können als der Normalo-Fitness-Typ in einem ganzen Monat zu Fuß geht.

Nimm deine körperliche Fitness ernst

Du musst dich nicht gleich in einem Fitnessstudio anmelden, aber du solltest anfangen etwas zu tun. Wenn dein Arbeitstag nur aus sitzen und auf einen Bildschirm starren besteht, gefolgt von einem Sitzen in einem Fahrzeug um dich danach auf die Couch fallen zu lassen, solltest du vielleicht erstmal langsam anfangen und es nicht gleich übertreiben.

Es ist weitaus besser, jeden Tag ein bisschen zu tun, als sich in ein verrücktes Fitnessprogramm zu stürzen, das mehr schaden als nützen kann.
Wenn du noch nicht regelmäßig Sport treibst, folge den nächsten sechs Wochen dem folgenden Programm:

Auch kleine Schritte führen dich zum Ziel.

  • Fang an dein Auto weiter weg zu parken.
  • Benutze keinen Aufzug sondern benutze immer die Treppen.
  • Starte deinen Tag mit leichten Stretchübungen.
  • Mach Spazierengehen zu deiner tägliche Routine. Du kannst, z.B. jeden Tag früh am Morgen oder Abends 30 Minuten spazieren gehen.
    Wenn du diese Routine drin hast, kannst du auch einen Rucksack mit Gewicht aufsetzen und schneller gehen um deine Ausdauer langsam zu verbessern.

Jetzt, wo du angefangen hast Bewegung in deinen Alltag zu integrieren, fangen wir an, die Dinge ein wenig zu steigern und wirklich zu beginnen, unsere Fitness zu verbessern.

Es beginnt alles mit deinem Core – deiner Körpermitte!

Nahezu jede körperliche Bewegung, die du machst beginnt mit deiner Körpermitte. Dazu gehören alle Muskeln der Hüfte, der Oberschenkel, des Bauches, des unteren Rückens und der Taille. Eine starke Körpermitte fördert eine gute Haltung, verbessert die Atmung und verringert das Risiko von Verletzungen des Rückens, der Knochen und der Muskulatur. Es hilft auch, deine Rückenstärke zu entwickeln, um schweren Fluchtrucksäcke oder Ausrüstung zu tragen.

Es gibt buchstäblich Hunderte verschiedener Übungen aus denen du wählen kannst.

Ich werde hier nicht alles durchgehen, aber in diesem Video sind einige gute Übungen für Anfänger und Fortgeschrittene:

Training für Kraft, Fitness und zur Vermeidung von Verletzungen

Du willst natürlich kein verrücktes Steroid-Monster werden, aber du musst deine allgemeine Stärke aufbauen, weil es ein wichtiger Teil der Fitness-Gleichung ist.

Wieder gibt es Tausende und Abertausende von Optionen, daher kann ich natürlich nicht alle in einem Artikel veröffentlichen, aber hier sind ein paar gute Ideen und Anregungen, damit du dir einen eigenen Fitnessplan erstellen kannst, der in dein Leben passt.

… und was für die ganz Harten!

Wenn du, wie ich, keine Lust hast immer ein Video beim Training mitlaufen zu lassen sondern dir deinen Plan gern individuell zusammenstellen willst, dann sind diese Bücher ganz sicher was für dich:


Damit ist das Thema Prepper-Fitness natürlich noch lange nicht abgeschlossen. Weitere Artikel zu diesem Thema sind bereits in Arbeit.

One Comment on “Prepper Fitness 1: Bist du körperlich fit genug um eine Krise zu überstehen?

  1. Hallo,

    toller Artikel und absolut wahr. Wer eine gute Kombination sucht um abzunehmen und fitter zu werden, sollte wie ich die Intervalldiät und Liegestütz versuchen, das wirkt bei mir gerade echte Wunder. In nur einem Monat habe ich 10kg verloren und schaffe nun morgens und abends jeweils 40 (!!) Liegestütz. Ich esse einfach einen Tag normal und einen Tag unter 500kcal oder noch weniger, bei den Liegestütz habe ich mit 5 gestartet, nach nur wenigen Tagen konnte ich bereits 10 machen usw., das Gute an der Sache ist, dass jeder 1 – 2 Minuten Zeit hat für Liegestütz und es ist eine total gute Ganzkörperübung.

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