Arbeitslosigkeit – und jetzt?!

Arbeitslos Prepper Prepping
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Mit dem Thema Arbeitslosigkeit musste sich wahrscheinlich schon fast jeder befassen. Gerade heutzutage kann es schnell passieren, dass man entlassen wird und erstmal aus allen Wolken fällt, weil man damit nicht gerechnet hat.
Jetzt steht man da und weiß erstmal nicht was man machen soll und wie man in den nächsten Monaten seine Rechnungen bezahlen soll. Hier einige Tipps, wie man vorsorgen kann und auch wie man mit der Arbeitslosigkeit umgehen kann.

Arbeitslosigkeit kann jeden treffen und niemand sollte sich deswegen schämen müssen. Soviel gleich mal zum Anfang. Das bringt einem aber auch herzlich wenig, wenn man plötzlich ohne Job dasteht und (im besten Fall) nur noch 67% seines Einkommens hat.

Bevor du arbeitslos wirst

1. Mach dich unentbehrlich

Übernehme (wenn möglich) mehr Aufgaben in deiner Firma und zeige Engagement. Bilde dich weiter und lerne neue Fähigkeiten, die du in die Firma einbringen kannst Auch wenn es mehr Arbeit bedeutet, machst du dich so unentbehrlich oder zumindest bist du nicht gleich der erste, der bei einer Entlassungswelle rausfliegt.

2. Achte auf Anzeichen

Wie ist die Stimmung in der Firma und deines Chefs? Oft kann man schon im Vorfeld erkennen ob die Firma vielleicht finanzielle Schwierigkeiten hat, wenn man die Reaktionen von Vorgesetzten beobachtet. Dauerhaft schlechte Laune kann ein Anzeichen sein. Aber auch, wenn plötzlich überall gespart werden soll (nur noch ausdrucken was wirklich notwendig ist u.ä.) kann das ein Anzeichen sein, dass es Geldprobleme gibt.
Vielleicht wurden ja auch schon Mitarbeiter wegen Nichtigkeiten entlassen.

3. Geld sparen

Das plötzlich ein Drittel des Einkommens weg fällt, kann bei sehr vielen Menschen den finanziellen Kollaps bedeutet. Leider ist es bei vielen Menschen so, dass sie am Ende des Monats kein Geld mehr haben und deswegen nichts für schlechte Zeiten sparen können.
Hier sollte man zuerst ansetzen. Versuche mindestens 10% deines Einkommens pro Monat zu sparen … und zwar am Anfang des Monats. Sobald du dein Gehalt bekommst, legst du sofort 10% davon auf ein extra Konto. Das machst du am besten per Dauerauftrag, so dass du darüber nicht jedes Mal nachdenken musst.
Klar, für viele Menschen ist auch das viel Geld. Aber spare so viel möglich und vielleicht kannst du auch noch deine Lebenshaltungskosten verringern, damit du so mehr Geld zur Verfügung hast.

Das „Geld sparen“ eine Binsenweisheit ist, ist klar aber wie viele Menschen machen es wirklich?!

4. Vorräte haben

Für einen Prepper eigentlich kein Thema, soll aber auch hier nochmal genannt werden. Wenn du genug Vorräte zu Hause hast, brauchst du dir schon mal keine Sorgen machen, wie du von weniger Geld genug zu Essen ranschaffst … zumindest vorerst nicht.

5. Schreibe Bewerbungen

Auch wenn du deinen Job nicht wechseln willst, ist es eine gute Idee ab und zu Mal eine Bewerbung abzuschicken und schauen was für eine Reaktion darauf kommt. An Hand dieser kannst du deine Bewerbungen anpassen, um sie für Personaler interessanter zu machen und deine Erfolgschancen zu steigern.
Außerdem hast du so immer aktuelle Bewerbungen da und bleibst auch in Übung.

Jetzt ist es passiert. Du hast deine Kündigung erhalten.

1. Arbeitslos melden

Melde dich sofort beim Arbeitsamt als „arbeitsuchend“. Wenn du hier trödelst, kann es ganz schnell passieren, dass du eine Sperre bekommst und 3 Monate lang ohne Geld dastehst.
Also am Besten noch am selben Tag anrufen und auch am ersten Tag der Arbeitslosigkeit direkt beim Amt vor Ort sein und dich persönlich arbeitslos melden.

2. Schreibe Bewerbungen.

Klingt logisch und ist naheliegend. Willst du wieder einen ähnlichen Job? Dann schreib Bewerbungen. Gucke jeden Tag nach offenen Stellen in den verschiedenen Jobportalen. Erstelle auch ein Profil bei Xing oder Linkedin. Viele Arbeitgeber schauen sich hier die Bewerber nochmal an und das ist deine Chance einen weiteren guten Eindruck zu machen.

3. Bilde dich weiter

Nutze die Zeit um dich weiterzubilden. Lies Fachbücher zu Themen, die dich interessieren. Es gibt auch hunderte kostenfreier Onlinekurse, die du machen kannst, um dein Wissen zu erweitern. Nicht nur bei Youtube sondern auch bei Plattformen wie Udemy.

Vielleicht willst du die Chance auch nutzen und dich beruflich neuorientieren. Besprich das mit deinem Sachbearbeiter beim Arbeitsamt. Am besten weißt du auch schon genau was du machen willst, bzw. wenigstens die Richtung. Beim Arbeitsamt sind sie sehr freigiebig mit Bildungsgutscheinen und sie bezahlen gern deine Weiterbildung (wenn sie Sinn macht), denn schließlich bist du dann erstmal aus der Arbeitslosenstatistik raus und im besten Fall sogar danach besser vermittelbar.

4.Such dir einen Nebenjob

Wenn es sich andeutet, dass du länger arbeitslos sein wirst, dann such dir einen 450 Euro Job o.ä. So kommst du aus dem Haus, hast weiter deine Arbeitsroutine, verdienst dir noch etwas zum Arbeitslosengeld dazu und in Bewerbungen sieht das auch besser aus als „nur“ arbeitsuchend.

5. Kläre deine Finanzen

Sollte es sich schon früh zeigen, dass du deutlich länger arbeitslos sein wirst und du irgendwann ALG2 also Hartz4 kriegen wirst, solltest du sehr früh anfangen, das gesparte Geld von deinem Konto zu holen (im besten Fall hast du dein Sparkonto bei einer anderen Bank als dein Girokonto).
Wenn du Lebensversicherungen hast, dann frag mal ganz dezent bei deiner Versicherung nach ob die diese Lebensversicherung irgendwo melden. Falls nicht, kannst du es bei der Vermögensaufstellung des Hartz4 Antrags ja ausversehen vergessen, dass du diese Versicherung hast.

Versuche es hinzukriegen, dass du für das Job Center offiziell nur dein Girokonto hast (ohne Guthaben) und sonst kein gespartes Geld oder anderweitiges Vermögen. Andernfalls wirst du gezwungen alles, was du dir dein Leben lang angespart und aufgebaut hast zu Geld zu machen und davon zu Leben bevor du Hartz4 bekommst.

 

Was fallen dir noch für Tipps ein die anderen Menschen vor und während der Arbeitslosigkeit helfen können?

 

 

 

 

 

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