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Prepping Sicherheit

Brandschutz

Ein Feuer kann schnell ausbrechen und nicht selten breitet sich das Feuer schnell auf die gesamte Wohnung aus. Leider passiert das immer wieder und niemand ist wirklich sicher davor.
Vergessen die Herdplatte auszuschalten, eine Kerze unbeaufsichtigt gelassen, der Nachbar ist mit der Zigarette auf der Couch eingeschlafen … etc. etc. Gründe für einen Wohnungsbrand gibt es viele. Allein im Jahr 2015 gab es über 192.000 Wohnungsbrände. Dabei sterben jährlich mehrere hundert Menschen.
Ein Wohnungsbrand ist daher bei weitem keine Seltenheit und sollte auf der Prepper Liste ganz oben stehen.

1. Rauchmelder
Als allererstes brauchst du in jedem Zimmer deiner Wohnung einen Rauchmelder. Mittlerweile ist das laut Gesetz sogar vorgeschrieben aber leider noch nicht überall umgesetzt. Solltest du in einer Mietwohnung wohnen, in der noch keine Rauchmelder installiert sind, dann kontaktiere umgehend deinen Vermieter und fordere ihn auf, die Rauchmelder so schnell wie möglich zu installieren.
Ein Rauchmelder schützt dich natürlich nicht vor einem Feuer aber das Tonsignal warnt dich sehr zuverlässig vor starker Rauchentwicklung, so dass du rechtzeitig auf ein mögliches Feuer aufmerksam wirst und genug Zeit zur Feuerbekämpfung, bzw. zur Flucht aus deiner Wohnung hast.

Solltest du einen Kamin haben oder regelmäßig andere offene Feuerquellen in geschlossenen Räumen nutzen, dann benötigst du zusätzlich noch einen Kohlenmonooxidelder. Dieser warnt dich, falls der Kohlenmonooxid Gehalt in der Luft zu hoch ist und Erstickungsgefahr droht. Da Kohlenmonooxid farb- und geruchlos ist, wirst du den Anstieg ohne diesen Kohlenmonooxidmelder nicht bemerken und nicht rechtzeitig reagieren können.

2. Feuerlöscher
In jedem Haushalt sollte mindestens ein Feuerlöscher vorhanden sein. Doch welcher ist hier der richtige?

Der gängigste Feuerlöscher ist der ABC Pulver Feuerlöscher. Dieser Feuerlöscher ist ein Allroundlöscher und ist für alle Arten von Feuer, die im Haushalt entstehen können, geeignet. Das Pulver schmilzt auf dem Brandgut und bildet so eine Sperrschicht, die eine Rückzündung erschwert.
Der ABC Pulver Feuerlöscher hat jedoch zwei Nachteile. Erstens hilft er nicht gegen Fettbrände und zweitens legt sich das feine Pulver nicht nur auf die Brandstelle, sondern kann sich in der ganzen Wohnung verteilen. Das macht nicht nur mehr Arbeit beim Sauber machen, sondern kann auch empfindliche Elektronik, wie zum Beispiel in deinem Fernseher zerstören oder sich in Polstermöbeln festsetzen.

Deutlich „sauberer“ sind hier die Schaumfeuerlöscher. Leider sind sie auch teurer und können nicht bei Bränden von Gasen (z.B. Propan, Erdgas) und Fettbränden eingesetzt werden.

Als letztes gibt es dann noch die Fettbrand-Feuerlöscher. Diese sind das einzige wirksame Löschmittel gegen Fettbrände und können bedingt auch gegen alle anderen Brände (außer Brände von Gasen) im Haushalt eingesetzt werden.

Ich würde dazu raten, dass du dir mehr als nur einen Feuerlöscher zulegst. Am besten nimmst du dann einen Schaum- und einen Fettbrand-Feuerlöscher. Solltest du mit Gas heizen oder kochen, dann benötigst du außerdem noch einen ABC Pulverlöscher. Platziere die Feuerlöscher sinnvoll (je nach Anwendungsgebiet) an Plätzen in der Wohnung wo du sie im Ernstfall schnell erreichen kannst.

Zusätzlich solltest du auch noch eine Feuerlöschdecke griffbereit (z.B. an der Wand montiert) in der Küche deponieren. Damit kann man kleinere Fettbrände schnell und wirkungsvoll ersticken.

3. Brandschutzkassetten
Wichtige Dokumente (z.B. Geburtsurkunden) können bei einem Feuer unwiderruflich zerstört werden. Brandschutzkassetten bieten hier einen effektiven Schutz für deine wichtigsten Dokumente oder auch Wertgegenstände.
Die Kassetten bieten, ja nach Hersteller, einen Brandschutz zwischen 30 und 60 Minuten bei einer Temperatur von 843 °C und sind zudem auch wasserfest.
Bei einem normalen Feuerwehreinsatz ist ein Schutz von 30 Minuten in der Regel vollkommen ausreichend.
Viele Hersteller werben damit, dass die Brandschutzkassetten deine Wertgegenstände auch gegen Diebstahl schützen. Das halte ich für Quatsch, da man die Kassetten sehr einfach transportieren kann.Es kann passieren, dass sich in den Brandschutzkassetten Kondenswasser bildet und dadurch die Dokumente beschädigt werden. Lege deshalb in deine Kassette auch mehrere Beutelchen Silica Gel. Diese nehmen die Feuchtigkeit auf und schützen so deine Dokumente.

4. Verhalten im Brandfall
Abschließend möchte ich, auch wenn es allgemein bekannt ist, noch einmal auf das richtige Verhalten im Brandfall hinweisen.

1. In Sicherheit bringen
ist der Fluchtweg frei, dann bringe dich und andere Personen in Sicherheit
2. Bei einem verqualmten Treppenraum
Wohnungstür unbedingt geschlossen halten, Feuerwehr in der Wohnung erwarten und sich am Fenster oder Balkon bemerkbar machen.
3. Feuerwehr alarmieren
Telefonruf 112 wählen – Was ist passiert? Wo ist es passiert? Gibt es Verletzte? Wer ruft an? Auf Rückfragen warten
4. Fenster und Türen zum Brandraum geschlossen halten
Dies ist wichtig, um eine Ausbreitung von Rauch und Feuer zu verhindern.
5. Angehörige und Mitbewohner warnen
Bringe Hilfebedürftige und dich selbst in Sicherheit.
6. Keine Aufzüge benutzen
Aufzüge können bei einem Brand zur tödlichen Falle werden!
7. Feuerwehr erwarten
Zugänge zeigen und gegebenenfalls Schlüssel bereithalten.
8. Den Brand bekämpfen
Solltest du nur dann, wenn du dich dabei nicht selbst in Gefahr bringst.

Weitere Verhaltenshinweise

Wenn es brennt, kommt es auf schnelle Reaktionen und das richtige Verhalten an, denn oft hast du wenige Minuten, bevor Rauch oder Flammen den Fluchtweg abschneiden.

– Sieh dir beim Betreten eines Gebäudes die Fluchtwege an, damit du sie im Brandfall schnell finden kannst.
– Fliehe in einem mehrstöckigen immer Gebäude nach unten!
– Halten dich bei der Flucht im Treppenhaus am Treppengeländer fest, denn Menschen in Panik nehmen keine Rücksicht
– Reiße Türen nicht hektisch auf, sondern prüfe erst mit der Hand ob die Tür heiß ist (das kann ein Anzeichen für ein Feuer dahinter sein), öffne die Tür vorsichtig und ziehe sie gleich wieder zu, falls sich dahinter schon eine Rauchschicht gebildet hat
– Wenn du den Raum, in dem du dich befindest, nicht mehr verlassen kannst, dichte die Ritzen und Spalten an der Tür mit nassen Laken oder Handtüchern ab, um ein Eindringen des Rauchs zu verhindern
– Hänge große Laken zum Fenster hinaus, um zu signalisieren, dass du dich noch in der Wohnung befindest und Hilfe wartest

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