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Finanzen Prepping

Dein Todesordner – Vorsorge für den Todes- oder Pflegefall

Zur Vorbereitung deiner Familie auf einen Ernstfall gehört nicht nur, dass du Vorräte anlegst und Fluchtpläne erarbeitest. Einer der größten Ernstfälle, der deine Familie treffen kann und der statistisch deutlich wahrscheinlicher ist als alle anderen Szenarien ist, dass dir etwas passiert. Das kann eine tödliche Erkrankung sein, ein Schlaganfall oder auch ein Unfall, nach dem du für den Rest deines Lebens pflegebedürftig bist.
Für einen Prepper, dem das Wohl seiner Familie am Herzen liegt, gehört es daher dazu auch für den Todes- oder Pflegefall vorzusorgen. Alles was du vorab regelst, erspart deiner Familie vielleicht lange Diskussionen und schlaflose Nächte, weil sie überlegen müssen, was „das Beste“ für dich ist.

Selbstverständlich solltest du vor allem offen mit deiner Familie über das Thema Todes- oder Pflegefall reden, damit ihr schon jetzt alles notwendige besprechen könnt und etwaige Unklarheiten, Fragen oder ähnlich frühzeitig geklärt werden. Rechtliche Bindung hat das allerdings nicht. Wenn ein Arzt, ein Richter oder irgendein Beamter keinen schriftliche Nachweis über deine Wünsche haben oder auch keine schriftlichen Vollmachten für deine Verwandten vorliegen, kann das viel Ärger, unnötige Laufereien und zusätzlichen Stress für deine Angehörigen bedeuten.

In den Todesordner (oder Vorsorgemappe) gehören:

1.Dein Testament, indem du regelst, was mit deinem Besitz und Vermögen nach deinem Tod passieren soll. Wenn du kein Testament hast, greift automatisch die gesetzliche Erbfolge. Damit das Testament rechtskräftig ist, muss es entweder handschriftlich verfasst sein oder von einem Notat bestätigt werden.

2.Eine Patientenverfügung, in der du angibst, ob und in welchem Umfang du medizinische und lebenserhaltende Maßnahmen erhalten möchtest oder was unterlassen werden soll. Wenn du in einem Zustand bist, indem du deine Wünsche nicht mehr äußern kannst, dann entscheiden deine Verwandten und/oder die Ärzte welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen, wenn es keine Patientenverfügung gibt.

3.Eine Betreuungsverfügung, in der für das Betreuungsgericht geregelt wird, wer für dich als Betreuer bestimmt werden soll, wenn du deine Angelegenheiten nicht mehr ganz oder teilweise selbst regeln kannst.

4. In einer Vorsorgevollmacht wird bestimmt, wer in deinem Namen Rechtsgeschäfte durchführen darf, wenn du dazu nicht mehr in der Lage bist. Dazu gehören zum Beispiel deine finanziellen Angelegenheiten, ob du zu Hause gepflegt wirst, aber auch wer Zugriff auf deine Online-Konten oder deine Post hat. Diese Verantwortung solltest du nur jemanden übertragen, dem du vollkommen vertraust und der mit dieser Verantwortung auch umgehen kann.

5. Stimmst du einer Organspende zu oder lehnst du sie ab? Einen Organspendeausweis bekommst du zum Beispiel von deiner Krankenkasse. Dort kannst du eintragen, was im Falle deines Todes mit deinen Organen passieren soll.

Das folgende Heft enthält gute Vorlagen um die wichtigsten Belange zu klären. Alles ist sehr gut erklärt und innerhalb von ein oder zwei Stunden ausgefüllt.

Nimm dir am Wochenende mal einen Tag Zeit (mehr braucht es wirklich nicht), mach dir Gedanken und regle diese Dinge. Das nimmt deiner Familie eine große Last ab, sollte es zum schlimmsten Fall kommen.

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