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Prepping Sicherheit

Einbruchschutz

Statistisch findet in Deutschland alle 2 Minuten ein Einbruch statt. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass auch du Opfer eines Einbruchs wirst oder bereits warst.
Während einer Krise, wenn viele Menschen verzweifelt sind und wenig zu Essen haben, kann es außerdem zu Plünderungen kommen. Darum solltest du jetzt unbedingt daran arbeiten, deine Wohnung, bzw. dein Haus vor unerwünschten Eindringlingen zu schützen.

Bei den geplanten Schutzmaßnahmen kommt es auch immer darauf wie deine Möglichkeiten sind bauliche Veränderungen vorzunehmen. Das ist in einer Mietwohnung deutlich schwerer, bzw. manchmal überhaupt nicht möglich. In einem eigenen Haus mit Grundstück sind die Möglichkeiten da deutlich vielfältiger.

Zieh dir aus den folgenden Tipps die raus, die für dich und deine aktuelle Situation passend sind.

Einfache Verhaltensregeln
Mit einigen einfachen Verhaltensregeln kann schon viel bewirkt werden.

1. Fenster und Terrassentüren sollten immer geschlossen sein, wenn niemand zu Hause ist. Lasse sie auch nicht angekippt.
2. Schließe die Wohnungstür immer ab und lasse sie nicht einfach nur ins Schloss fallen.
3. Vor und während einer Krise solltest du nicht rum erzählen, dass du Vorräte zu Hause hast. Damit machst du dich zu einem lohnenden Opfer.

Die Haustür
Jede Tür ist nur so gut, wie ihr schwächstes Bauteil. Darum muss man alle Bauteile der Tür beachten und nicht nur ein Einzelnes.

Die Scharnierseitensicherung
Bevor man sich einen hochwertigen Schließzylinder oder Zusatzschlösser kauft, sollte man die Türbänder und Scharniere überprüfen. Gerade bei älteren Häusern liegen diese oft außen und können so einfach aufgehebelt werden. Hier solltest du unbedingt zusätzliche Scharniersicherungen anbringen.

Der Schließzylinder
Das Türschloss muss unterschiedlichen Angriffsszenarien standhalten. Es darf sich nicht einfach mit einem falschen Schlüssel oder mit Gewalt (aufbrechen, aufbohren etc.) öffnen lassen.
Der Riegel eines Zylinderschlosses muss mindestens 20 mm tief in das Schließblech greifen, um eine Grundsicherung zu gewährleisten.

Die zurzeit sicherste Variante sind Schließzylinder mit Sicherungskarte. Die Schlüssel zu diesen Zylindern lassen sich nur mit extrem hohem Aufwand nachmachen, da die Schlüsselrohlinge nicht im freien Handel erhältlich sind. Nur ein Schlüsseldienst mit einer Autorisierung des Herstellers, können die Rohlinge für diese Schließzylinder direkt beim Hersteller anfordern.

Der Schutzbeschlag
Ein Schließzylinder, der über steht oder von außen verbiegbare oder abschraubbare Schutzbeschläge, sind fahrlässig und eine Einladung für jeden Einbrecher.
Im Handel gibt es einbruchhemmende und geprüfte Schutzbeschläge. Diese erschweren das Ziehen oder Durchschlagen des Schließzylinders erheblich. Ein Schutzbeschlag muss von innen fest verschraubt sein und den Schließzylinder eng umschließen, um so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten.

Zusatzschlösser
Ein Zusatzschloss erhöht den Widerstand deiner Eingangstür und kann (teilweise) sogar schwache Türbänder kompensieren. Zusatzschlösser sind nicht nur nützlich als zusätzlicher Einbruchschutz, wenn du nicht zu Hause bist, sie können auch unerwünschtes Eindringen verhindern, wenn du die Tür öffnest.

Querriegelschlösser
Diese Schlösser bieten einen besonders hohen Schutz, da sie über die komplette breite der Tür gehen und somit auch die Tür an sich mit verstärken. Ein „Auftreten“ der Tür ist damit fast unmöglich.
Das von außen erkennbare Querriegelschloss hat auch eine abschreckende Wirkung auf Einbrecher.

 

 

Fenster
Fenster sind die größte Schwachstelle, wenn es um einen Einbruchschutz geht, bzw. um deine Wohnung vor Plünderern zu schützen. Es gibt einbruchhemmende Fenster, die optisch nicht von üblichen Fenstern zu unterscheiden sind. So etwas kann sich aber leider nicht jeder leisten.

Fenstergläser, Dachflächenfenster, Terrassentüren
Wenn du keine einbruchhemmenden Fenster einbauen lassen kannst oder willst, kannst du stattdessen deine Fenster nachträglich mit einer durchwurfhemmende Sicherheitsfolie bekleben.
Diese Folie erschwert das Einschlagen von Fenstern oder auch Glaseinsätzen in Türen.
Die häufigste Methode, mit der sich Einbrecher durch Fenster Zugang verschaffen ist jedoch das Aufhebeln. Dagegen helfen einbruchhemmende Beschläge und Schlösser in Fenstern und Fenstertüren. Diese können auch nachträglich noch angebracht werden. Ein Austausch der Fenster ist dafür nicht erforderlich.

Wichtig: Bei Fenstern, wie auch bei Türen, sollten nicht nur Rahmen und die Schlösser gesichert werden, sondern auch die Bandseiten. Viele Fenster sind nur mit Montageschaum befestigt und können sehr leicht herausgebrochen werden.

Rollläden
Rollläden bieten einen guten Schutz gegen Eindringlinge. Allerdings nur, wenn es keine einfachen Rollläden aus Kunststoff sind. Diese lassen sich einfach aufschneiden oder anderweitig zerstören.
Ideal sind Rollläden aus Metall, die mit einem Schutzmechanismus ausgestattet sind, der ein Hochschieben von außen verhindert. Bei motorisierten Rollläden blockiert der Motor ein manuelles Hochschieben.

Fenstergitter
Gittern vor den Fenstern sind eine weitere Möglichkeit deine Wohnung vor Eindringlingen zu schützen. Fenstergitter bieten einen wirkungsvollen Schutz gegen das Eindringen, können dich aber gleichzeitig auch daran hindern durch das Fenster aus dem Haus zu fliehen, z.B. bei einem Feuer oder, wenn die Haustür durchbrochen wurde.
Ein weiterer Nachteil ist, dass dein Haus, durch diesen leicht erkennbaren Schutz, noch mehr nach lohnender Beute aussieht.

Dein Grundstück schützen

Logischerweise beginnt der Schutz deines Grundstücks an der Grundstücksgrenze. Für einen potenziellen Eindringling ist der Zaun oder die Mauer das erste Hindernis. Aber jedes Hindernis kann überwunden werden. Darum solltest du auch auf dem Grundstück Maßnahmen treffen die Eindringlinge abschrecken.

Zäune und Mauern
Ein Jägerzaun oder ein Maschendrahtzaun sind schnell und einfach gebaut und markieren deine Grundstücksgrenze. Aber einen Schutz bieten sie nicht. Ein Zaun oder auch eine Mauer sollten so gebaut sein, dass ein einfach drüber klettern nicht möglich ist.
Dazu sollte der Zaun oder die Mauer möglichst glatt sein und keine Möglichkeit zum Festhalten bieten. Auch das Anbringen von Stacheldraht ist theoretisch möglich. Praktisch kann es damit aber Ärger geben. Auch wenn es kein gesetzliches Verbot gibt, dein Grundstück mit Stacheldraht zu sichern, gibt es mehrere Gerichtsurteile, in denen die Grundstückseigentümer dazu verurteilt wurden, den Stacheldraht wieder von ihren Zäunen zu entfernen.
Es spricht allerdings nichts dagegen, sich den Stacheldraht auf Lager zu legen und im Krisenfall zu montieren.

Außenbeleuchtung
Durch eine Außenbeleuchtung lassen sich Einbrecher bereits im Vorfeld abschrecken. Installiere eine Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder, die sich auch manuell einschalten lässt. Die Außenbeleuchtung sollte jeden Teil der Außenseite deines Hauses abdecken, so dass es keine dunklen Stellen gibt, in denen sich ein Eindringling verstecken kann.
Als besonders wirksam gelten Halogenscheinwerfer mit mindestens 500 Watt oder entsprechende LED Scheinwerfer, die sabotagesicher in einer Höhe von 3,5m angebracht sind.

Videoüberwachung
Überwachungskameras sind heutzutage sehr günstig zu haben und auch sehr einfach zu installieren.
Du kannst damit nicht nur dein Grundstück komplett absichern, sondern auch das Innere deines Hauses. Viele Kameras enthalten Bewegungsmelder und benachrichtigen dich automatisch über verdächtige Bewegungen per App auf deinem Smartphone.

Achte aber darauf, dass die Kameras nur dein Grundstück filmen und nicht das deines Nachbarn oder auch öffentlichen Grund. Dies ist nämlich nicht erlaubt und kann dazu führen, dass du die Kameras komplett entfernen musst.

Tiere
Hunde sind eine großartige Abschreckung. Es muss dabei nicht mal ein großer Schäferhund sein. Auch ein Dackel kann schon abschrecken, wenn er mit lautem Bellen auf einen Eindringling aufmerksam macht.
Sehr gute Tiere, um dein Grundstück zu schützen sind auch Gänse. Jeder, der schon mal mit Gänsen zu tun hatte, weiß wie aggressiv Gänse auf Eindringlinge reagieren und wie wirksam die langen Hälse in Kombination mit den kleinen scharfen Zähnen sind. Außerdem sind sie (in einer Krise) auch gute Fleischlieferanten.

Bepflanzung
Hecken, Sträucher u.ä. können einem Einbrecher auch als Sichtschutz dienen. Darum solltest du darauf achten, dass es keine dichten Pflanzen vor Türen und Fenstern gibt, die als Deckung genutzt werden können. Schneide diese Pflanzen soweit zurück, dass sie ein Verstecken unmöglich machen.
Dasselbe gilt für Bäume oder Ranken, die als Kletterhilfe genutzt werden könnten.

Pflanzen können aber auch als wirksamer Schutz gegen unerlaubtes betreten deines Grundstückes dienen. Als wirkungsvoller Schutz bieten sich Himbeer- oder Brombeersträucher an. Die spitzen Dornen durchstechen jede normale Hose und ein Eindringling wird es sich zweimal überlegen ob er sich dieser Tortur aussetzt, um auf dein Grundstück zu gelangen.
Brennnesseln oder Disteln können einen ähnlichen Zweck erfüllen sind aber weniger lecker.

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