Prepping Sicherheit

Gastbeitrag: Heimverteidigung in Krisenzeiten – Wie man sein Hab & Gut vor Plünderern schützt!

Der Coranavirus hat für eine Pandemie in Deutschland gesorgt. Doch nun bahnt sich auch noch eine Wirtschaftskrise ungeahnter Größe an. Viele Menschen sind seit Wochen in Kurzarbeit oder wurden im Zuge des Auftragsrückgangs direkt entlassen. Das Geld wird immer knapper. Da wäre es durchaus denkbar, dass es auch im gutsituierten Deutschland zu Plünderungen von Lebensmittelvorräten & Co kommt. Doch wie kann man sich dagegen mit legalen Mitteln schützen? Im Folgenden erfährst du es!

Effektive Heimverteidigung beginnt beim Plündererschutz:

Bevor man sich Gedanken über Selbstverteidigungswaffen macht, sollte man erst Mal seine eigenen 4 Wände gründlich inspizieren. Dabei sollte man sich fragen, wo sich Plünderer am leichtesten Zutritt verschaffen können. Hier sollte man für den Anfang ansetzen. Leicht aufgehebelt werden können handelsübliche Fenster sowie Terrassen- und Kellertüren.

Hier helfen nachträglich eingebaute Beschläge mit Pilzkopfverriegelung. Sie sind günstig in der Anschaffung und können bei handwerklichem Geschick selbst eingebaut werden. Wer möchte, kann auch ein Gitter vor den Fenstern anbringen. Hierbei sollte man aber darauf achten, dass es sich nicht von außen mit einem Akkuschrauber demontieren lässt. Ebenfalls günstig und als sehr nützlich haben sich Scharnierseitensicherungen erwiesen.

Gerne vergessen werden bei der Hausabsicherung die Kellerschächte. Da viele ihre Nahrung im kühlen Keller lagern, sollte man gerade hier für ausreichend Schutz gegen Plünderer sorgen. Sehr empfehlenswert und schnell einzubauen sind sogenannte Gitterrostsicherungen. Sie schützen vor dem klassischen Aushebeln und schrecken die meisten Einbrecher ab. Ungeübte Plünderer werden diese Sicherung eher nicht überwinden. Lieber suchen sie sich ein neues Ziel. Auswahl hat man ja.

Gut zu wissen:

Viele Hausbesitzer schwören auf eine Alarmanlage. Allerdings reicht diese nicht aus, um ein Haus vernünftig abzusichern. Sie wird nämlich erst dann aktiv, wenn ein Plünderer bereits im Haus steht oder zumindest ein Fenster beschädigt hat. Auch die viel gelobten Kameras bieten nur eine trügerische Sicherheit. Das schönste Bild des Plünderers bringt nichts, wenn der Keller leer ist und man die Person nicht ermitteln kann. Zudem brauchen Kameras einiges an Strom.

Selbstverteidigung gegen Plünderer in den eigenen 4 Wänden:

Man liest in Deutschland sehr viel über Alarmanlagen, mechanischen Einbruchschutz und andere nützliche Gadgets. Völlig außer Acht gelassen wird bei diesem Thema die Konfrontation mit den Ganoven. Die meisten von ihnen werden dabei umgehend das Weite suchen. Aber nicht alle von ihnen werden sich für einen Rückzug entscheiden.

Gerade geübte Räuber und Plünderer gehen häufig zum Angriff über. Ziel dabei ist nicht das Verwunden, sondern das Fesseln und Knebeln der Hausherren. Nun können sie nämlich ungeniert weiter das Haus oder die Wohnung nach Wertgegenständen und Nahrung durchsuchen. Hier gegen gilt es sich zu schützen!

Ein Waffeneinsatz mag gründlich überlegt werden:

In den eigenen 4 Wänden kann man in puncto Bewaffnung aus dem Vollen schöpfen. So hat man die Wahl zwischen Schlagstöcken, Abwehrsprays oder diversen Schusswaffen. Die beste Waffe stellen wir aber zuerst vor. Die Rede ist vom Handy oder dem Festnetztelefon. Bevor man sich auf eine Konfrontation mit den ungebetenen Gästen einlässt, sollte man erst Mal die Polizei verständigen.

Und dann gilt es noch zu überlegen, ob man sich nicht besser irgendwo verstecken kann. Wertgegenstände kann man nämlich dank einer abgeschlossenen Hausratversicherung in der Regel problemlos ersetzen lassen. Ein Messer im Bauch kann aber zu schweren Verletzungen oder gar dem Tod führen. Ob es das wirklich Wert ist oder war, muss man selbst wissen.

Legale Selbstschutzwaffen zur Heimverteidigung:

Aber kommen wir nun zu den Waffen. Ein gutes Gefühl und eine stark abschreckende Wirkung auf Plünderer haben Schusswaffen. Natürlich hat nicht jeder von uns einen Waffenschein oder eine Waffenbesitzkarte für richtige Pistolen, Revolver oder Gewehre. Die braucht es aber auch gar nicht. Selbst handelsübliche Pfefferpistolen oder Real-Action-Marker schüchtern Plünderer ein. Und sollte man sie bei einem Angriff brauchen, sind sie wirklich effektiv.

So verschießen Pfefferpistolen auf eine Entfernung von bis zu 5 Metern große Mengen Capsaicin, wie man es aus normalen Pfeffersprays kennt. In der Regel beginnt der Angreifer innerhalb weniger Sekunden zu Husten und bekommt tränende Augen. Nun ist der Moment für eine Flucht oder ein Überwältigen des Täters gekommen.

Die bereits weiter oben erwähnten RAM-Waffen funktionieren ähnlich. Sie verschießen kleine Kugeln mit einer ordentlichen Pfefferfüllung. Diese platzen bei einem Körpertreffer auf und sorgen für den gleichen Effekt. Allerdings kann man mit diesen Waffen mehr Abstand zum Angreifer einhalten. Die Kugeln fliegen bis zu 20 Meter und der Wirkungsradius ist kleiner. Damit kommt man nicht selbst in den Genuss der scharfen Mischung.

Wem dieser Punkt stört, sollte sich Schlagwaffen näher anschauen. So bieten sich zum Schutz gegen Plünderer oder Einbrecher Tonfas und Teleskopschlagstöcke an. Im Gegensatz zu den vorgestellten Schusswaffen hinterlassen diese aber schwere Verletzungen bei den Angreifern. Zudem kann man sie nur im Nahkampf einsetzen. Der Umgang mag also gelernt sein. Außerdem sind Hemmungen beim Zuschlagen absolut fehl am Platz.

Und gegen ein Messer sind Schlagstöcke wenig effektiv, wenn gleich gerne anderes behauptet wird. Zwar kann man sich mithilfe eines Tonfas ganz passabel gegen Messer verteidigen, aber darauf sollte man es bei der Heimverteidigung nicht ankommen lassen. Im Gegensatz zu den meisten Sicherheitskräften trägt man daheim nämlich keine professionelle Stichschutzweste oder trainiert jede Woche die Tonfa-Techniken.

Gut zu wissen:

Die hier vorgestellten Waffen sollten nicht zum Verteidigen der eigenen Lebensmittelvorräte oder Wertgegenstände genutzt werden. Sie dienen nämlich dem Schutz der eigenen Gesundheit. Erst bei einem Angriff durch die Plünderer oder Angreifer sollte man sie nutzen. Alles andere steht bei der deutschen Rechtsprechung in keime Verhältnis zum Ertrag.

Unser Fazit:

In der aktuellen Lage sollte man sich Gedanken über Plünderungen machen und sich im Rahmen seiner Möglichkeiten gegen diese absichern. Sollte es niemals zu diesem Fall kommen, hat man zudem etwas gegen Einbrecher unternommen. Sinnvoll sind die Vorschläge in diesem kleinen Ratgeber als auf alle Fälle.

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