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Nahrung Prepping

Getreide als Nahrung für den Notfall

Richtig gelagert, kann Getreide für viele Jahre bevorratet werden.
Viele Prepper lagern dutzende Kilo an Getreide ein. Das Getreide sehr nahrhaft ist und gut gelagert werden kann, hat die Vergangenheit bewiesen. Aber was machst du mit dem gelagerten Getreide? Hast du schon einmal selbst Getreide zu Mehl zermahlen oder Brot selber gebacken? Bevor du diese Fragen nicht mit einem klaren „Ja!“ beantworten kannst, solltest du kein Getreide lagern.
Es wäre doch schön blöd, wenn du 50 kg Getreide aber keine Getreidemühle hast.

Es gibt aber noch andere Verwendungen für Getreide, außer es zum Brot backen zu verwenden. Du kannst das Getreide im Wasser quellen und keimen lassen und die Getreidekeime wie normale Sprossen verzehren. Du kannst die Getreidekörner aber auch quetschen (z.B. mit einem Mörser), über Nacht im Wasser einweichen und den aufgequollenen Brei als Ersatz für dein Frühstücksmüsli essen. Wenn du dich mit den verschiedenen Methoden der Getreideverarbeitung vertraut gemacht hast, ist es auf jeden Fall sinnvoll Getreide zu lagern.

Zur Lagerung verwendest du am Besten Plastikkanister oder Tonnen, die sich luftdicht verschließen lassen. Denn nur so ist sichergestellt, dass das Getreide auch viele Jahre haltbar ist.
Achte vor dem Einlagern darauf ob das Getreide komplett getrocknet ist oder ob es noch nachgetrocknet werden muss. Nasses Getreide kann sehr leicht verderben.
Teile die Gesamtmenge des Getreides auf mehrere Behälter auf. So ist sichergestellt das nicht der gesamte Vorrat verdirbt, wenn ein Behälter mit Schädlingen oder Schimmel befallen ist.

In den einschlägigen Prepper Shops gibt es auch Getreide in Dosen. Dieses Getreide ist theoretisch ewig haltbar. Wenn dir der hohe Preis eine einfache und lange Lagerung wert ist, dann kannst du dir auch diese Getreidedosen zulegen.

Die Auswahl der Getreidesorten sollte nicht zu eintönig sein. Lagere mehrere Sorten Getreide wie Weizen, Dinkel, Hafer, Roggen und Gerste ein, damit du auch etwas Abwechslung im Speiseplan hast.

Weizen
Weizen eignet sich hervorragend für die Herstellung von Backwaren. Der Weizen ist reich an Mineralstoffen, Kalorien, pflanzlichem Eiweiß sowie ungesättigten Fettsäuren. Viele Menschen reagieren allergisch auf Weizen Wenn du oder ein Mitglied aus deiner Familie an einer Weizenunverträglichkeit leidest, weiche auf Dinkel aus.
Achte bei der Lagerung vor allem auf den Schutz vor Feuchtigkeit und Wärme. Ist der Weizen korrekt gelagert ist er bis zu zwanzig Jahre haltbar.

Dinkel
Dinkel ist nah mit Weizen verwandt. Dadurch hat auch Dinkel einen sehr hohen Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Dinkel ist ebenfalls ein sehr gutes Backgetreide. Durch den hohen Klebeanteil (Gluten) geht der Dinkelteig hervorragend auf.
Mit einem Eiweißgehalt von ca. 11 bis 12 Prozent ist Dinkel ein sehr guter Proteinlieferant. Dinkel ist auch für Weizenallergiker eine gute Alternative.

Hafer
Hafer eignet sich vor allem für die Herstellung von Frischmüsli oder Frischmehlbrei. Aber auch zum Backen von Keksen. Wenn du Hafer einlagerst, entscheide die am Besten für Nackthafer. Nackthafer hat im Vergleich mit anderen Sorten einen höheren Gehalt an hochwertigen Ölen und Fermentstoffen.
Der Eiweißgehalt von 14 bis 20 Prozent ist sogar noch höher als beim Dinkel. Nackthafer ist sehr weich und lässt sich darum sehr leicht mahlen oder flocken und ist leicht verdaulich.
Im Gegensatz zu Weizen ist Hafer aber nur drei bis fünf Jahre lagerfähig.

Roggen
Durch seinen würzigen und vollen Geschmack eignet sich Roggen als eine gute Beimischung zu Vollkornbroten. Da Roggen nur wenig Gluten enthält geht Roggenteig nur schlecht auf. Ein reiner Roggenteig ist daher nicht zu empfehlen. Roggen ist vier bis sechs Jahre lagerfähig.

Gerste
Heutzutage wird Gerste fast nur noch als Futtergetreide eingesetzt. Zu Unrecht wie ich finde, denn mit seinem Eiweißgehalt von zwölf bis fünfzehn Prozent ist Gerste ein wichtiger Lieferant von Aminosäuren. Die Zugabe von Gerste zu Mischbrot sorgt für ein leckeres malziges Aroma. Wie der Roggen auch, hat Gerste nur einen niedrigen Glutengehalt und eignet sich für die Zugabe zum Backen nur in geringen Mengen. Gerste eignet sich aber sehr gut um als Graupen zu einer nahrhaften Suppe hinzufügen.

Aus der Gerste kann auch das so genannte Gerstenwasser hergestellt werden. Dafür wird das (ungemahlene) Getreide ausgekocht. Der gekochte Sud ist reich an Eiweißen, Mineralien und Vitaminen. Früher wurde das Gerstenwasser als Diätnahrung für Kranke oder sogar als Babynahrung verwendet.
Bei korrekter Lagerung ist Gerste über zehn Jahre haltbar.

Denke auch daran, dass das Getreide gemahlen werden muss. Hierfür gibt es im Handel viele Getreidemühlen für den Haushalt, die mit oder ohne Strom funktionieren. Getreidemühlen mit Strom sind deutlich komfortabler aber können nur benutzt werden solange du auch Strom hast. Wenn du eine Getreidemühle und auch Getreide gelagert hast, dann übe regelmäßig den Umgang mit der Getreidemühle und verarbeite auch regelmäßig das Getreide. So rotierst du zum einen dein Lager und lernst auch den Umgang mit den verschiedenen Sorten und wie diese schmecken. Es wäre äußerst ungünstig dies erst nach dem Eintritt einer Krise lernen zu wollen.

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