fbpx
Nahrung Prepping

Lebensmittel haltbar machen

Sobald Lebensmittel aus dem Garten reif zum Ernten sind, stehen sie im Überfluss zur Verfügung. Einige Obst und Gemüsesorten, zum Beispiel Kartoffeln oder Äpfel, können auch ohne spezielle Behandlung mehrere Monate gelagert werden. Andere dagegen müssen entweder schnell verbraucht oder für die Einlagerung haltbar gemacht werden.

Einfrieren
Einfrieren ist die einfachste Form, um Fleisch, Obst und Gemüse zu konservieren und die Nährstoffe in den Lebensmitteln bleiben dabei zum Großteil erhalten. Allerdings ist es auch die teuerste Methode zum Konservieren. Du brauchst nicht nur genügend Platz in deinem Gefrierschrank, sondern bist auch abhängig vom Strom. Fällt der Strom einmal aus, ist das Gefriergut in wenigen Stunden angetaut und muss schnell verbrauch werden. Falls du aber über genügend Platz für den Gefrierschrank und eine autonome Stromversorgung verfügst, ist das Einfrieren durchaus eine gute Methode, um Lebensmittel haltbar zu machen.

Trocknen
Beim Trocknen wird den Lebensmitteln das Wasser entzogen. Trocknen ist die älteste Methode zum Haltbar machen von Lebensmitteln und kann auch mit einfachen Mitteln durchgeführt werden. Der Nachteil des Trocknens ist, dass dem Lebensmittel dabei viele Nährstoffe entzogen werden.

Die beste und einfachste Methode, um Lebensmittel zu trocknen ist ein Trockenofen. Diese schon für wenig Geld zu haben und bieten die besten Ergebnisse. Mit einem Backofen ist das Trocknen auch möglich, allerdings ist hierbei darauf zu achten, dass die Temperatur möglichst exakt eingestellt werden kann und das eine gute Luftzirkulation herrscht, damit die feuchte Luft abtransportiert wird.
Zum Trocknen werden folgende Temperaturen empfohlen: 46C für ungekochte Früchte, 49C für Gemüse und gekochte Früchte und 44C für Blattkräuter.

An heißen und trockenen Tagen kann man die Lebensmittel theoretisch auch draußen an der Sonne trocknen. Allerdings dauert das länger als in einem Trockenofen und wenn die Temperatur zu gering und die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, können die Lebensmittel verderben bevor sie getrocknet sind.
Nach dem Trocknen verpacke die Lebensmittel in luftdichte Gläser, Flaschen oder Plastikbeutel und lagere sie an einem kühlen und dunklen Ort.

Einmachen
Selbst eingekochtes Obst oder Gemüse kennen viele vielleicht noch aus Omas Keller. Früher war es gang und gäbe, dass man sein Obst und Gemüse selbst eingekocht hat. Heute, wo es alles fertig in Gläsern zu kaufen gibt, wird es kaum noch gemacht. Kein Wunder, denn das Einkochen ist deutlich aufwendiger als Lebensmittel einzufrieren, zu trocknen oder gleich fertig im Glas oder Dose zu kaufen.
Lebensmittel und Gläser zum Einkochen vorbereiten:

1. Das Obst oder Gemüse wird gewaschen, geputzt und in einheitliche Stücke geschnitten. Beim Heißeinfüllverfahren muss das Einmachgut zwei bis fünf Minuten gekocht werden.

2. Die Einmachgläser müssen vorab sterilisiert werden. Dazu stellst du sie auf einen Einsatz in einem mit heißem (nicht kochenden) Wasser gefüllten Topf. Achte darauf, dass das Wasser mindestens 2,5 cm über den Rändern der Gläser steht und bringe das Wasser zum Kochen. Lasse alles 10 Minuten kochen und halte die Gläser danach weiter heiß.

3. Nimm die Gläser aus dem Topf, gieße sie aus und fülle sofort das Einmachgut ein. Wenn du das Obst oder Gemüse roh in das Glas gibst, solltest du es möglichst dicht schichten. Wenn du es heiß einlegst möglichst locker.

4. Gebe sehr heiße Flüssigkeit in das Glas bis die Lebensmittel komplett bedeckt sind. Je nach Rezept entweder Wasser, Sirup oder Fruchtsaft.

5. Entferne mögliche Luftblasen, indem du das Einmachgut mit einem nichtmetallischen Gegenstand fest gegeneinanderdrückst.

6. Wische den Glasrand sorgfältig mit einem sauberen Tuch ab und verschließe das Glas.

Einkochen
Das Einkochen eignet sich für das Haltbar machen stark säurehaltigen Lebensmitteln wie Obst oder Gemüse dem Essig zugegen wurde.

1. Die vorab mit dem Einmachgut gefüllten Gläser werden mit einem Glasheber in einen Topf mit kochendem Wasser gesenkt. Die Gläser sollten auf einem Einsatz am Boden des Topfes stehen. Kalte Gläser solltest du unbedingt vorwärmen, da sie ansonsten durch den Temperaturwechsel leicht springen könnten.

2. Das Wasser im Topf sollte die Gläser 5 bis 7 cm überdecken. Schließe den Deckel und lasse das Wasser aufkochen. Erst wenn das Wasser wallend kocht, zählt die Einmachzeit.

3. Wenn die empfohlene Zeit (je nach Einmachgut) abgelaufen ist, hebe die Gläser vorsichtig mit einem Glasheber aus dem Wasser und stelle sie zum Abkühlen auf ein Handtuch.

4. Wenn das Glas dicht und abgekühlt ist, kannst du es trocken Wischen und mit einem Etikett, auf dem Inhalt und Datum vermerkt sind, an einen kühlen und dunklen Ort einlagern.

Gefahren beim Einmachen
Sollte das Einmachgut verdorben sein, entsorge es komplett. Probiere niemals auch nur einen kleinen Bissen, denn das kann zu einer schweren Lebensmittelvergiftung führen.
Zeichen für einen Verderb können sein:

– Schimmel
– vollständig und dunkel verfärbtes Einmachgut
– geschrumpft, schwammig, schleimig oder trübe aussehende Lebensmittel
– nicht ruhende oder blubbernd scheinende Flüssigkeit im Glas
– Inhalt „schießt“ beim Öffnen des Glas heraus
– schlechter Geruch

 

Add Comment

Click here to post a comment

Jeden Samstag um 10 Uhr ein neuer Artikel.

Mein Buch bei Amazon: